Der nächste Schritt: Wachstum aktiv gestalten

Mit Torsten Hartmann // Avantgarde Labs GmbH

Wie wächst ein Unternehmen richtig, ohne dass die Unternehmenskultur oder die Flexibilität verloren geht?

Zusammen mit Torsten Hartmann, CEO der Avantgarde Labs GmbH, haben wir nach Antworten gesucht, wie Wachstumsschmerzen im Team vermieden werden können.

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Wie habt ihr das bisherige Wachstum bei euch geregelt, vor allem im Bereich Vertrieb und der Gewinnung neuer Mitarbeiter?

Wir haben in den letzten Jahren zwei entscheidende Wachstumsschritte hinter uns. Zum einen 2012 von 8 auf 14 Mitarbeiter und 2014 dann auf 26 Mitarbeiter. Vor allem an diesen zwei Punkten, an denen wir uns in sehr kurzer Zeit fast verdoppelt haben, standen wir natürlich vor der Herausforderung Prozesse zu verändern oder neu einzuführen.

Die Grundlage für diese Schübe im Wachstum waren zufriedene Kunden, mit denen wir Teilweise schon länger als 8 Jahre zusammenarbeiten. Unser aktiver Vertrieb beschränkt sich in der Hauptsache auf kleine und mittelgroße Branchen- und Technologie-Events. Dadurch, dass diese Events sehr spezifisch in unserem Fachgebiet liegen, kommen wir durch Vorträge und Workshops sehr gut mit unserer Zielgruppe in Kontakt.

Beim Thema Recruiting verhält es sich in gewisser Weise ähnlich. Wir sind vor allem auf den Karrieremessen der sächsischen Hochschulen unterwegs und versuchen sehr unmittelbar mit den künftigen Fachkräften in Kontakt zu treten. Neben den drei großen Hochschulen in Dresden, Leipzig und Chemnitz, sind wir auch sehr präsent an den kleinen Hochschulen in Sachsen.

Vor welchen Herausforderungen steht ihr aktuell als Unternehmen? 

Vor einem Jahr hätte ich diese Frage noch etwas ausführlicher beantworten können, da wir uns damals genau diese Frage gestellt haben. Das Ergebnis war, dass wir uns Gedanken über unsere internen Strukturen machen müssen, um das Wachstum auch in Zukunft geschmeidig und aktiv zu gestalten. Wir waren zu diesem Zeitpunkt ein Team von ca. 35 Personen und haben gemerkt, dass wir als Gründer noch zu sehr im operativen Tagesgeschäft eingebunden waren. Die Erkenntnis war also, wir müssen weniger im Unternehmen arbeiten und dafür mehr am Unternehmen. (Arbeit am Unternehmen) Die Arbeit bezog sich dann auf die Optimierung der Prozesse und Strukturen und wir sind auch aktuell noch mit dieser Arbeit beschäftigt. Wir sehen aber schon die positiven Effekte dieser Anpassung.

Ihr steht aktuell vor dem Punkt eine zweite Führungsebene zu etablieren, wie geht ihr das an?

Der wichtigste Punkt ist ganz klar die dezentrale Verantwortung. Wenn man als Unternehmen weiter wachsen will, muss man als Gründer Verantwortlichkeiten abgeben. Es ist entscheidend, sich Leute zu holen, die fachlich besser sind als man selbst. Als Gründer sollte man dann eher der Generalist sein und seinen Mitarbeitern im fachlichen Bereich das Vertrauen schenken.

Die aktuelle Ausgestaltung einer weiteren Führungsebene gehen wir mit den Mitarbeitern an, die schon vorher ihr Potenzial bei der Übernahme von Verantwortlichkeiten gezeigt haben. Wir legen das Ganze aber nicht in einem festen Organigramm an, sondern regeln das in einem fließenden Prozess, in dem die Verantwortlichkeiten Stück für Stück abgegeben werden.

Hör dir jetzt den kompletten Podcast an, um zu erfahren, welche Antworten uns Torsten noch gegeben hat.

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Der Autor
Der Autor
Johannes Rasch

Johannes ist Gründer und Consultant bei SAR. Er ist begeisterter Anhänger der agilen Strategieentwicklung und beschäftigt sich besonders mit den Themen: Arbeit am Unternehmen, Angang neuer Kunden- und Geschäftsbereiche sowie Sales. Er ist gleichzeitig der Host unseres Podcastes und spricht mit IT-Unternehmern über ihre Entwicklung.

2018-12-03T13:49:41+00:00